Die ortsübliche Miete oder auch ortsübliche Vergleichsmiete ergibt sich aus dem Durchschnitt der umliegenden Mieten im Umkreis des Wohnortes. Abzulesen ist sie im örtlichen Mietspiegel. Die jeweiligen Mietspiegel werden von der Gemeinde herausgegeben und für alle Bürger einsehbar.

Die Miete Ihrer Wohnung darf also nicht teurer sein als vergleichbare Wohnungen in ihrem unmittelbaren Umfeld. Nach Ankündigung der geplanten Mieterhöhung haben Sie als Mieter das Recht, sich 2 Monate Bedenkzeit zu nehmen, bevor Sie zustimmen müssen. Nutzen Sie diese Zeit, um die Rechtmäßigkeit der Erhöhung zu prüfen! Sollten Sie die erhöhte Miete vor Ablauf der Frist überweisen, gilt das schon als Zustimmung.

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Mietspiegel

Stützt der Vermieter seine Mieterhöhung auf einen Mietspiegel, muss er die Wohnung in dem Mieterhöhungsverlangen innerhalb des Mietspiegels zutreffend einordnen. Die Grundmiete darf innerhalb von 3 Jahren nicht um mehr als 20 % erhöht werden. Wenn Ihre Miete also deutlich geringer wahr als die übliche Vergleichsmiete bisher, darf der Vermieter nicht einfach so einen Riesensprung machen, sondern muss sich an das Gesetz halten. Außerdem muss der Abstand zwischen 2 Mieterhöhungen mindestens 15 Monate betragen. Innerhalb eines Jahres darf der Vermieter also auf keinen Fall zweimal erhöhen,

Vergleichswohnungen

Wenn der Vermieter Vergleichswohnung zur Rate zieht, sollten Sie darauf achten, dass hier nicht Äpfel mit Birnen verglichen werden. Soll heißen: Nur weil gewisse Wohnungen in ihrem Umfeld deutlich teurer sind, heißt dass noch lange nicht, dass das auch für Ihre gelten muss. Größe, Ausstattung und Art der Wohnung spielen eine Rolle, ebenso wie die energetische Ausstattung. Sind die Wände schlecht gedämmt oder die Fenster undicht oder nur einfach verglast? Dann ist ihre Wohnung mit den anderen vielleicht nicht vergleichbar und die Mieterhöhung darum unzulässig.

Was passiert, wenn ich der Mieterhöhung nicht zustimme?

Wenn Sie sich einer direkten Antwort entzogen – also zur Erhöhung bis zuletzt geschwiegen haben – oder der Erhöhung aktiv widersprochen haben, kann der Vermieter seine Forderungen vor Gericht geltend machen. Das Gericht prüft dann, ob die Erhöhung geltendem Recht entspricht. Der Vermieter ist dabei in der Beweispflicht. Sollte er aber Recht bekommen, müssen Sie nicht nur die neue Miete ab dem in der Erhöhung festgelegten Datum zahlen, sondern tragen auch noch die Prozesskosten.

Sie haben eine Mieterhöhung erhalten und wollen dagegen vorgehen oder sich umfassend Rat holen? Kontaktieren Sie die Kanzlei Uhlmann aus Leipzig – Wir helfen Ihnen gern weiter!