Unschön: die Mieterhöhung flattert ins Haus. Doch es gibt klare Gesetzesvorgaben dabei, an die sich der Mieter halten muss.

So darf die Miete nicht über die ortsübliche Vergleichsmiete hinaus ansteigen. Wohl aber darf der Viermieter sie auf diese erhöhen. Allerdings muss er auch dabei gewisse Verhältnismäßigkeiten beachten.

Zwischen Einzug und einer ersten Mieterhöhung bzw. zwischen den einzelnen Mieterhöhungen müssen immer mindestens ein Jahr bzw. 12 Monate liegen. Ist die Miete heute relativ gering, darf der Vermieter sie nicht auf einen Schlag auf die Vergleichsmiete anheben, sondern muss die Kappungsgrenze beachten. Die besagt, dass innerhalb von 3 Jahren die Miete höchstens um 20 Prozent steigen darf.
Seit dem 1. Mai 2013 können die Bundesländer für Städte mit Wohnraumknappheit die Kappungsgrenze auf 15 Prozent absenken.

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Verplichtungen des Vermieters bei Mieterhöhung:

Will der Vermieter die Miete erhöhen, so muss er in einem schriftlichen Mieterhöhungsverlangen darlegen, was er für ortsüblich hält. Dabei kann er sich auf ein Sachverständigengutachten oder auf mindestens drei Vergleichswohnungen stützen, in denen bereits eine so hohe Miete gezahlt wird, wie er in seiner Mieterhöhung fordert. Meist beruft sich der Vermieter aber auf den Mietspiegel. Das sind Preisübersichten, die von Städten oder gemeinsam von Mietervereinen und Eigentümervereinen erstellt wurden. Hier kann abhängig von Alter, Lage, Größe und Ausstattung der Wohnung der durchschnittliche Quadratmeterpreis für vergleichbare Wohnungen abgelesen werden. Mietspiegel können aber – je nach dem, wer ihn verfasst hat – variieren. Hier sollten Sie als Mieter selbst überprüfen und sich ganz genau die Quellen anschauen.

Ob all diese Voraussetzungen eingehalten worden sind, können Sie als Mieter innerhalb einer Zustimmungsfrist von mindestens zwei Monaten prüfen. Im Zweifel ist das Zeit genug, den örtlichen Mieterverein oder einen Anwalt einzuschalten und die Mieterhöhung prüfen zu lassen.

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