Generell gilt: eine Mietkaution ist keine Pflicht. Es darf aber durchaus eine Mietsicherheit vereinbart werden. Die Höhe der Kaution darf dabei verhandelt werden. Höher als drei Monatsmieten – das ist ungefähr die Höhe einer Nebenkostenvorauszahlung – darf der Vermieter nicht verlangen.

Die Kaution darf auch in Raten gezahlt werden und ist ab dem Mietbeginn zu zahlen.

Die Kaution gilt dem Vermieter als Sicherheit bei Schäden in der Wohnung, nicht gezahlten Nebenkosten oder nicht gezahlter Miete oder noch zu erwartenden Nebenkostennachzahlungen.

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Kautionsbedingungen im Bürgerlichen Gesetzbuch

(1) Hat der Mieter dem Vermieter für die Erfüllung seiner Pflichten Sicherheit zu leisten, so darf diese vorbehaltlich des Absatzes 3 Satz 4 höchstens das Dreifache der auf einen Monat entfallenden Miete ohne die als Pauschale oder als Vorauszahlung ausgewiesenen Betriebskosten betragen.

(2) Ist als Sicherheit eine Geldsumme bereitzustellen, so ist der Mieter zu drei gleichen monatlichen Teilzahlungen berechtigt. Die erste Teilzahlung ist zu Beginn des Mietverhältnisses fällig. Die weiteren Teilzahlungen werden zusammen mit den unmittelbar folgenden Mietzahlungen fällig.

(3) Der Vermieter hat eine ihm als Sicherheit überlassene Geldsumme bei einem Kreditinstitut zu dem für Spareinlagen mit dreimonatiger Kündigungsfrist üblichen Zinssatz anzulegen. Die Vertragsparteien können eine andere Anlageform vereinbaren. In beiden Fällen muss die Anlage vom Vermögen des Vermieters getrennt erfolgen und stehen die Erträge dem Mieter zu. Sie erhöhen die Sicherheit. Bei Wohnraum in einem Studenten- oder Jugendwohnheim besteht für den Vermieter keine Pflicht, die Sicherheitsleistung zu verzinsen.

(4) Eine zum Nachteil des Mieters abweichende Vereinbarung ist unwirksam.

Die Kaution darf in Bar gezahlt werden, es ist auch eine Überweisung möglich, hierbei darf der Mieter auch in drei Monatsraten zahlen. Der Vermieter muss die Kaution auf ein Sonderkonto, ein sogenanntes Kautionskonto einzahlen. Er muss es getrennt von seinem übrigen Vermögen aufbewahren.

Andere Kautionsformen sind möglich, bedürfen aber der Vereinbarung, z. B. ist eine Bankbürgerschaft möglich oder das Anlegen eines gemeinsamen Sparbuchs.

Nach Beendigung des Mietverhältnisses muss der Vermieter dem Mieter die Kaution inkl. der angefallenen Zinsen und Zinseszinsen zurückzahlen.

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