Das deutsche Mietrecht ist umfangreich und kompliziert. Es gibt fast 100 Vorschriften im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) in den Paragrafen 535 bis 577a, hinzu kommen unzählige Mietvertragsformulare und tausende von Gerichtsurteilen pro Jahr. Wie wird das Verhältnis von Mietern und Vermietern geregelt? Wir haben die wichtigen Informationen zum Thema Mietrecht für Sie zusammengefasst.

SIE HABEN FRAGEN ZUM MIETRECHT?

KONTAKT

Wann ist eine Mieterhöhung rechtens?

Muss ich jede Mieterhöhung akzeptieren? Wie kann ich überprüfen, ob die Erhöhung gerechtfertigt ist?

Mieterhöhungen können durch Modernisierungsmaßnahmen anfallen und wenn der Vermieter die Miete auf die ortsübliche Vergleichsmiete anheben möchte. Diese Vergleichsmiete ergibt sich durch den Durchschnitt der der gezahlten Mieten in vergleichbaren Wohnungen des Stadtteils bzw. der Nachbarschaft. Der Vermieter kann sich auf den Mietspiegel berufen oder darf auf ein Sachverständigengutachten verweisen, das auf Mietpreisen von drei vergleichbaren Wohnungen im Wohnumfeld des Mieters beruht.

In jedem Fall muss der Vermieter in seiner Begründung die Zahlen des qualifizierten Mietspiegels zumindest nennen, auch wenn er die Erhöhung anhand der 3 Vergleichswohnungen begründet!

Wenn die Erhöhung formal in Ordnung ist, muss der Mieter zustimmen. Wichtig dabei: die Miete darf in drei Jahren um höchsten 20 Prozent steigen, zwischen einzelnen Mieterhöhungen. Weitere Faktoren schränken das Recht des Vermieters auf Erhöhung der Miete ein, z. B. in Städten mit Wohnraumknappheit.

Informieren Sie sich bei uns über Details, wir beraten Sie gern ausführlich zum Thema Mieterhöhung!

Wie muss ein ordentlicher Mietvertrag aussehen?

Wie sieht ein ordentlicher Mietvertrag aus? Welche Klauseln sind rechtswidrig? Auf was muss ich achten?

Mietverträge können aus vorgedruckten Vertragsentwürfen bestehen, also aus mehr oder weniger umfangreichen Formularverträgen oder aber nur aus ein paar Zeilen. Wichtig ist nur, dass festgehalten wird, wer Mieter und wer Vermieter ist, welche Wohnung vermietet wird, zu welchem Preis und wann das Mietverhältnis beginnen soll. Auch mündliche Mietverträge sind rechtswirksam, allerdings ist bei Streitigkeiten dieses Verfahren kompliziert.

Man unterscheidet zwischen unbefristeten Mietverträgen, Zeitmietverträgen, Staffelmietverträgen und Indexmietverträgen.

Wir beraten Sie gern zum Thema Mietverträgen!

Zum Formular

Umwandlung einer Mietwohnung in eine Eigentumswohnung

Sie möchten als Vermieter ihre Mietwohnung in eine Eigentumswohnung umwandeln oder sind als Mieter davon betroffen?

Eine sogenannte Umwandlung beschreibt die Umwandlung von Mietwohnungen oder Häusern in Eigentumswohnungen oder Häuser. Und zwar Stück für Stück. So lassen sich weit höhere Renditen erzielen, als wenn das Gebäude als Ganzes verkauft wird. Das ist für den Vermieter natürlich ein finanzieller Vorteil.

Der Mieter hat bei einer Umwandlung allerdings Vorkaufsrecht! Wenn der Vermieter einem Dritten die Mietwohnung als Eigentumswohnung zum Kauf anbietet, darf der Mieter genau zum gleichen Preis kaufen. Verzichtet der Mieter auf einen Kauf, tritt der neue Eigentümer an die Stelle des Vermieters.

Für den Mieter ändert sich nach dem Kaufvertrag prinzipiell nichts. Allerdings steigt in der Praxis die Chance, dass der neue Vermieter die Wohnung gekauft hat, um dort selbst einzuziehen und in Zukunft Eigenbedarf anzumelden.

Mieter umgewandelter und Verkaufter Wohnungen haben aus diesem Grund einen erhöhten Kündigungsschutz.

Kündigungsschutz

Die Fragen zum Thema Mieterkündigung sind vielfältig: Muss ich nach 3 Monaten raus, wenn mir von Seiten des Vermieters gekündigt wurde? Kann ich gegen eine Kündigung rechtlich vorgehen? Was kann ich gegen eine fristlose Kündigung unternehmen? Wir helfen Ihnen bei Unklarheiten und stehen Ihnen in Auseinandersetzungen mit Ihrem Vermieter bei!

Auch von Seiten des Vermieters sind viele Fragen zu erläutern:

Sie wollen ihren Mieter kündigen oder Eigenbedarf anmelden? In der Regel besteht eine 3-monatige Kündigungsfrist, es gibt aber unter bestimmten Voraussetzungen Sonderkündigungsrechte der Mieter. Das trifft auf Mieter in Sozialwohnungen zu, aber auch auf invalide Mieter, Mieter, die ein gewisses Alter überschritten haben, auch es gilt auch für Studentenwohnheime.

Zu beachten ist, dass der gesetzliche Kündigungsschutz nur für Wohnraummieter gilt. Das schließt Geschäftsraummietverhältnisse oder sonstige gewerbliche Mietverhältnisse aus.

Problemfeld Untermiete

Darf ich meine Wohnung einfach so untervermieten? Was muss ich bei Untermietverträgen beachten und wie löse ich einen Untermietvertrag rechtswirksam auf?

Ganz wichtig: ein Untermietvertrag ist ein dauerhaftes Mietverhältnis und kein Schlupfloch für eine Vermietung an Urlaubs- oder Feriengäste. Es darf kein Gewinn mit einem Untermietverhältnis gemacht werden.

Der Vermieter muss in jedem Fall seine Zustimmung zu einem Untermietverhältnis geben, in einigen Fällen ist das „pro forma“ möglich, in anderen Fällen kann der Vermieter auch ablehnen.

Wir informieren Sie gern ausführlich zu Ihren Fragen zum Thema Untermiete!

Kontaktieren Sie uns gern zu allen Feldern des Mietrechts! Wir sind für Sie da.