Ein heikles und komplexes Thema. Mobbing ist schwierig zu definieren, da es meist subjektiv erlebt wird. Es handelt sich bei Mobbing in der Regel um eine systematische Ausgrenzung eines Arbeitnehmers durch diskriminierendes, feindseliges, erniedrigendes Verhalten.

Die Beweislast trägt der durch Mobbing Betroffene. Es kommt vor, dass sich Mobber nicht bewusst sind, dass sie jemanden mobben. Hier kennt die Rechtsprechung eine Definition, die so weit wie möglich gefasst ist.

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Definition Mobbing

Als Mobbing wird systematisches Diskriminieren, Anfeinden oder Schikanieren von Arbeitnehmern bezeichnet. Das kann durch Vorgesetzte oder durch Arbeitnehmer untereinander geschehen. Bezeichnend für das Mobbing ist die fortgesetzte und aufeinander aufbauende Natur der Schikanen – Die Folgen für die Betroffenen sind in der Regel die Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrecht, der Ehre oder der Gesundheit.

Ziel oder Ergebnis ist für den Betroffenen, dass er aus der Gemeinschaft ausgestoßen wird, dafür direkt oder indirekt angegriffen wird und dies als Diskriminierung empfindet. Darunter fallen:

  • Beleidigungen
  • Geringschätzige Behandlungen
  • Ausschluss von Kommunikation
  • Erniedrigung
  • Entwürdigung

Oder etwas konkreter:

  • abwertende und kränkende Gesten und Blicke
  • kränkende oder falsche Beurteilung der geleisteten Arbeit
  • Ignorieren des Betroffenen („wie Luft“ behandeln)
  • Ungerechtfertigte Kritik an der Arbeit des Betroffenen

Begleiterscheinungen von Mobbing:

  • Schlafstörungen
  • Störungen des Herz-Kreislauf-Systems/ Herz-Kreislauf-Probleme
  • Magenprobleme
  • Tinnitus (Ohrensausen)
  • Störungen der Konzentration
  • Vergesslichkeit, Störungen des Gedächtnisses
  • Antriebslosigkeit, depressive Zustände
  • paranoide Zustände, Verfolgungswahn

Sie leiden unter Mobbing? Das können Sie dagegen tun:

Frühzeitig ansprechen: Oft geraten Sie ohne es zu merken in die Mobbing-Spirale hinein, es beginnt mit ein paar Sticheleien, die vielleicht persönlich nahe gehen. Sobald Sie sich unfair behandelt fühlen, schlagen Sie Alarm und sprechen Sie den oder die Täter offen an. Sollte das nicht helfen oder eine Kommunikation so nicht möglich sein, schalten sie den Betriebsrat ein, wenn vorhanden.

Dokumentieren Sie möglichst jeden Vorfall, führen sie darüber Protokoll, heben sie Notizen, Emails oder SMS auf. Gewinnen Sie auch Zeugen für sich. Suchen Sie unter Kollegen nach Unterstützung!

Mobbing ist inakzeptabel und darf nicht toleriert werden.

Sie werden gemobbt? Vertrauen Sie sich uns an – Wir beraten Sie gern und suchen gemeinsam nach Lösungen! Kontaktieren Sie uns jetzt!