Privatinsolvenz ist die umgangssprachliche Bezeichnung für die Verbraucherinsolvenz. Zahlungsunfähige Personen werden bei dieser gerichtlichen Schuldenregulierung nach max. 6 Jahren von ihren Schulden befreit. Voraussetzung ist eine erfolgreiche Wohlverhaltensphase.

Falls Ihnen die Zahlungsunfähigkeit droht oder Sie bereits überschuldet sind unterstützen wir Sie mit unserer Schuldnerberatung in jeder Phase der Privatinsolvenz. Vorher prüfen wir allerdings gründlich, ob nicht doch ein außergerichtlicher Vergleich mit Ihren Gläubigern möglich ist. Das ist für jeden Schuldner der schnellere und bessere Weg in eine schuldenfreie Zukunft. Mehr dazu erfahren sie unter dem Punkt „Wann ist man insolvent“.

Die Verbraucherinsolvenz wurde 1999 auf Grundlage der Insolvenzordnung eingeführt und bietet die Chance auf einen finanziellen Neuanfang. Sie betrifft aber keine aktiven Selbstständigen – Selbstständige müssen in die Regelinsolvenz gehen.

Für Privatpersonen, die noch nie selbständig waren, ist eine Anmeldung zum Privatinsolvenzverfahren jederzeit möglich, unabhängig von der Anzahl der Gläubiger.

Dazu gehören u.a.

  • Schüler und Studenten
  • Erwerbsuntätige
  • Rentner
  • Beamte
  • Angestellte

Sie sind ehemals selbstständig? Dann können Sie die Privatinsolvenz nur beantragen, wenn Sie nicht mehr als 19 Gläubiger haben. Ist das nicht der Fall, müssen Sie auf eine Regelinsolvenz oder Firmeninsolvenz ausweichen.

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Wann liegt eine Privatinsolvenz vor?

  • Wenn Ihnen die Überschuldung oder eine Zahlungsunfähigkeit droht
  • Wenn eine außergerichtliche Einigung mit den Gläubigern gescheitert ist

Wir prüfen gern mit Ihnen gemeinsam, ob sich eine private Insolvenz noch durch eine außergerichtliche Einigung vermeiden lässt.

Der Versuch, sich mit den Gläubigern außergerichtlich zu einigen ist außerdem eine Voraussetzung für die Privatinsolvenz. Bevor der Insolvenzantrag gestellt werden kann, benötigen Sie eine Bescheinigung nach §305 InsO. Diese kann Ihnen eine zertifizierte Schuldenberatung ausstellen oder aber ein Rechtsanwalt. Hüten sollten Sie sich vor Schuldenberatungen, die für diese Bescheinigung einen externen Rechtsanwalt hinzuziehen müssen – meist handelt es sich dann nicht um seriöse Angebote. Eine ausgeschriebene Schuldenberatung sollte nicht auf Hilfe Dritter angewiesen sein, um eine Insolvenzantrag zu stellen.

Sie können den Insolvenzabtrag auch selbst stellen, allerdings ist er recht umfangreich. Wir empfehlen Ihnen da, Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Folgende Formulare und Unterlagen benötigen Sie für den Privatinsolvenzantrag:

  • Bescheinigung nach §305 InsO über die gescheiterte außergerichtliche Schuldenbereinigung mit Ihren Gläubigern
  • Verzeichnis der Gläubiger und deren Forderungen
  • Angaben zum Einkommen
  • Vermögensübersicht
  • Überblick über sämtliche relevanten wirtschaftlichen und persönlichen Verhältnisse
  • Schuldenbereinigungsplan
  • Antrag auf eine Erteilung der Restschuldbefreiung
  • Erklärung zur Vollständigkeit und Richtigkeit der Angaben

Sie haben weitere Fragen zur Privatinsolvenz oder allgemein zum Insolvenzrecht? Wir helfen gern. Kontaktieren Sie uns jetzt!