Was ist eine Restschuldbefreiung?

Sich von Schulden befreien zu lassen, die man nicht zurückzahlen kann – unmöglich? Nein, dafür gibt es die Restschuldbefreiung. Sie steht allen natürlichen Personen zur Verfügung, die in die Privatinsolvenz gehen, muss aber zeitgleich mit dem Antrag auf Privatinsolvenz beim zuständigen Amtsgericht schriftlich eingereicht werden.

Wann werde ich von meinen Schulden befreit?

Erst nach Ablauf des Insolvenzzeitraumes (in der Regel 3-6 Jahre) kann die Restschuldbefreiung in Kraft treten. Natürlich nur, wenn noch Schulden übrig sein sollten (meist ist dies der Fall).

Einerseits ist es so, dass die Schulden zwar erloschen sind, die Gläubiger aber dennoch weiterhin Forderungen stellen dürfen. Diesen muss nach der Restschuldbefreiung aber vom Schuldner nicht nachgekommen werden. Verwirrend? In der Tat.

Nach der Restschuldbefreiung werden diese Forderungen zu sogenannten unvollkommenen Verbindlichkeiten, sogenannten Naturalobligationen. Diese dürfen Sie als Schuldner freiwillig begleichen, der Gläubiger kann Sie aber dazu nicht zwingen.

Eine Nichtbegleichung der Forderung kann zur Folge haben, dass Konsequenzen wie zum Beispiel Bürgschaften Dritter für Sie als Schuldner weiter bestehen. Dritte müssen also weiterhin Zahlungen leisten, können diese aber nicht von diesen einfordern.

Auch nach der Restschuldbefreiung bleibt ein ein negativer SCHUFA Eintrag, der schon vor dem Insolvenzverfahren bestand, noch weitere 3 Jahre bestehen, bevor er erlischt.

Sie haben Fragen zur Restschuldbefreiung? Kontaktieren Sie uns – wir helfen Ihnen gern! Ihre Kanzlei Tobias Uhlemann in Leipzig.

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