Scheidung ist ein delikates Thema. Es ist eine Entscheidung mit weitreichenden Folgen. Wir klären Sie im Folgenden kurz darüber auf, was es überhaupt zu regeln gibt und wie Sie eine Einigung erzielen, die sowohl rechtlich wirksam als auch fair ist.

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Beratung vom Scheidungsrechtsanwalt aus Leipzig

Scheidungen und Trennungen sind persönliche Entscheidungen mit weitreichenden Folgen. Es muss eine Unterhaltsregelung gefunden werden, ein Aufenthaltsbestimmungsrecht für die etwaigen Kinder, eine geregelte Trennung der Finanzen. Mit der eingereichten Scheidung wird zudem das Trennungsjahr eingeleitet, was die Voraussetzung für eine abgeschlossene Scheidung bildet.

Wir unterstützen Sie darin, eine eigene Regelung für die Scheidungs- und Trennungsfolgen zu finden und bringen diese in eine korrekte juristische Form. Das Verfahren vor Gericht ist dann nur noch Formsache.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Sie sparen Geld, Zeit und Nerven. Eine im Vorfeld abgestimmte Lösung ist allemal besser als ein jahrelanger Kampf, den Rechtsanwälte austragen und Gerichte entscheiden müssen.

Hier einige Fragen, die sich vor der Trennung stellen sollten:

  • Thema Auszug: Wer zieht aus? Ein Partner will die Trennung – wer sollte ausziehen?
  • Thema Einvernehmlichkeit: Mein Partner will der Scheidung nicht zustimmen – kann die Scheidung trotzdem vollzogen werden?
  • Thema Zeitpunkt: Auch der richtige Zeitpunkt der Trennung kann Steuervorteile für beide Partner bedeuten

Wir beraten Sie gern in allen Fragen der Trennung und Scheidung!

Trennungsjahr

Eine Trennung ist die Voraussetzung für ein Scheidungsverfahren. Ohne ein Trennungsjahr ist keine Scheidung möglich. Beide Ehepartner müssen, bevor die Scheidung rechtskräftig werden kann, ein Jahr nach einvernehmlicher Einreichung der Scheidung getrennt voneinander leben. Und zwar:

  • Räumlich (z. B. in verschiedenen Wohnungen)
  • Wirtschaftlich (getrennte Konten und Einkommen)
  • Emotional

Generell ist auch ein Trennungsjahr möglich, wenn beide Ehepartner weiterhin unter einem Dach leben. Allerdings müssen dazu sämtliche Lebensbereiche getrennt sein: Zimmer, Freizeit, Finanzen, Einkäufe, Haushalt etc.

Kann ich mich scheiden lassen, obwohl mein Ehepartner dagegen ist?

Grundsätzlich ja! Voraussetzung sind die oben aufgeführten getrennten Lebensverhältnisse und das eingehaltene Trennungsjahr. Sträubt sich ein Ehepartner dann immer noch gegen eine Scheidung, können vom Partner konkrete Tatsachen aufgeführt werden, die beweisen, dass die Ehe gescheitert ist. Das könnte z. B. eine neue Partnerschaft sein, die ein Kind empfängt.

Ohne Beweisvorlage für das Scheitern der Ehe ist eine Scheidung nach drei Jahren getrennten Lebens der Ehepartner möglich. Leben die Partner also drei Jahre getrennt, ist die Scheidung auch dann gültig, wenn ein Ehepartner nicht zustimmt. Anders gesagt: Reicht ein Ehepartner nach drei Jahren Getrenntlebens die Scheidung ein, ist diese auch ohne Zustimmung des anderen Ehegatten rechtskräftig.

Unterhalt

Wer muss im Falle einer Scheidung für den anderen Ehepartner finanziell aufkommen und warum? Wieviel muss für Kinder gezahlt werden?

Zu unterscheiden ist generell zwischen:

  • Kindesunterhalt
  • Ehegattenunterhalt – sowohl Trennungsunterhalt bis zur Scheidung als auch nachehelicher Unterhalt für die Zeit danach
  • Sonstige Unterhaltsformen wie Betreuungsunterhalt, Elternunterhalt, Ersatzunterhalt der Großeltern usw.

Zudem gilt folgende Regelung: Unterhaltsanspruch hat derjenige, der „bedürftig“ ist und Unterhalt zahlen muss nur derjenige, der „leistungsfähig“ ist.

Derjenige Partner, der Unterhalt fordert, muss seine Bedürftigkeit nachweisen.

Informieren Sie sich ausführlich zum Thema Unterhalt und kontaktieren Sie uns!

Ehevertrag

Mit dem Ehevertrag lassen sich alle Eventualitäten einer Scheidung vorab festlegen, sodass es im Falle einer Trennung zu keinerlei Streitigkeiten kommt – leider falsch!

Die gesetzlichen Regelungen stehen in jedem Fall über einem abgeschlossenen Ehevertrag. Das deutsche Recht lässt sich nicht durch Verträge aushebeln. Ein im Vertrag festgelegter Verzicht auf Unterhaltpflicht im Trennungsjahr ist z. B. ungültig – dieser Fakt kann dazu führen, dass der gesamte Ehevertrag ungültig wird.

Fakt ist: ein Ehevertrag ist nur gültig, wenn er von einem Notar beglaubigt wurde.

Erbschaftsfragen und Schulden sind kein Grund für einen Ehevertrag: bei Schulden haftet nur der Ehepartner, der schuldet. Auch das Erbrecht ist durch die gesetzliche Regelung so festgelegt, dass zusätzliche Vereinbarungen im Ehevertrag unnötig bzw. ungültig sind.

Für mehr Informationen zum Thema Scheidung beraten wir Sie gern! Kontaktieren Sie uns jetzt!