Die Gläubiger wollen an Ihr Geld – dazu ist Ihnen oft jedes Mittel recht. Der Schuldnerschutz wurde eingeführt, um Ihnen trotz Schulden und Insolvenz noch eine lebenswerte Existenz zu sichern und die Fangarme der Gläubiger auf sicherem Abstand zu halten.

Pfändungsfreigrenzen

Ihnen steht ein pfändungsfreier Grundbetrag von 985,15 Euro pro Monat zu. Dieser Betrag kann sich erhöhen, wenn Unterhaltspflicht besteht, sie also für Kinder, Verwandte oder Eltern/Großeltern sorgen müssen. Je nachdem, für wie viele Personen unterhaltspflichtig sind, kann auch ihr gesamter Lohn von der Pfändung ausgeschlossen sein.

Am besten richten Sie sich dazu ein sogenanntes Pfändungsschutzkonto – ein P-Konto – ein. So bleibt ihr Freibetrag sicher vor den Gläubigern geschützt. Seit 2010 steht dieses Konto jedem zu, der von einem Insolvenzverfahren betroffen ist.

Sind Sie von Lohn- oder Kontopfändung betroffen, aber Ihr Freibetrag von 985,15 Euro wird nicht berücksichtigt? Dann wenden Sie sich gern an uns – Wir setzen uns für Ihre Rechte ein! Kontaktieren Sie jetzt Kanzlei Tobias Uhlemann!

Schuldnerschutz bei Sozialhilfeempfängern

Sie empfangen Sozialhilfe, Arbeitslosengeld und befinden sich im Insolvenzverfahren? Dann steht Ihnen ein gesteigerter Pfändungsschutz zu! Sozialleistungen sind in den ersten 7 Tagen nach Eingang auf Ihr Konto vor den Gläubigern geschützt. Innerhalb weiterer 7 Tagen hat der Schuldner die Möglichkeit, einen Antrag auf Kontopfändungsschutz zu stellen.

Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung

Wer nichts Pfändbares besitzt, muss auch nicht verpfänden lassen. Klingt simpel und ist auch so. Sie können sich vor Pfändungen und Vollstreckungsversuchen schützen, indem Sie eine eidesstattliche Versicherung abgeben. Damit erklären Sie formell, dass Sie über kein pfändbares Einkommen oder Vermögen verfügen. Das mag etwas unangenehm sein – es müssen Formulare ausgefüllt und unterschrieben werden. Allerdings sind Sie als Schuldner so mindestens 3 Jahre vor erneuten Vollstreckungszugriffen geschützt. Nach diesen 3 Jahren müssen Sie erneut eine eidesstattliche Versicherung abgeben, um den Vollstreckungsschutz zu erneuern.

Sie haben Fragen zum Schuldnerschutz oder sind von einer Pfändung betroffen? Kontaktieren Sie uns – wir helfen Ihnen gern!

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