Kann mich mein Arbeitgeber einfach so in eine andere Abteilung versetzen?

Antwort: Nein. Er muss dafür mehrere Dinge beachten:

  1. Im Arbeitsvertrag muss eine Regelung für die etwaige Versetzung getroffen worden sein. Ist der Arbeitsort im Vertrag mit z. B. Berlin festgelegt, darf Sie der Arbeitgeber nicht einfach nach Chemnitz versetzen. Sie müssen dazu erst ihre Zustimmung geben. Ist der Arbeitsort aber nicht im Vertrag festgelegt oder gar bundesweit, darf der Arbeitgeber den Ort bestimmen.
  2. Wenn die Versetzung in eine andere Abteilung vorgesehen ist, so muss auch hier im Arbeitsvertrag nachgeschaut werden, wie genau die Tätigkeit des Arbeitnehmers beschrieben ist. Ist die Tätigkeit sehr detailliert festgehalten, wird es mit der Versetzung schwierig, wenn Sie als Arbeitnehmer nicht zustimmen möchten.
  3. Eine Versetzung in ein niederes Tätigkeitsfeld ist – ganz egal, ob der Lohn angepasst, also erhöht wird – nicht zulässig.

SIE HABEN FRAGEN ZUR VERSETZUNG?

KONTAKT

In vielen Arbeitsverträgen ist folgende Formulierung zu lesen: „Der Arbeitgeber ist berechtigt, dem Arbeitnehmer eine ihm zumutbare, gleichwertige Tätigkeit zu übertragen.“

Da steckt schon drin: niedere Tätigkeiten sind durch eine Versetzung grundsätzlich zu vermeiden. Auch wenn das Gehalt dasselbe bleibt, hat der Arbeitnehmer hier die Chance, sich erfolgreich vor dem Arbeitsgericht zu wehren.

Sind Sie von einer Versetzung betroffen? Wir beraten Sie gern und helfen weiter! Kontaktieren Sie jetzt Kanzlei Tobias Uhlemann!