Die Steuerhinterziehung ist grundsätzlich eine Steuerstraftat. Nur bei einer leichtfertigen Steuerverkürzung wird das Vergehen als Ordnungswidrigkeit (Gesetzesübertretung) bewertet.

Der Tatbestand der Steuerhinterziehung kann durch aktives Handeln (z.B. Angabe von zu hohen Werbungskosten in der Steuererklärung) oder durch Unterlassung (z.B. Verschweigen von hohen Geldgeschenken) vorliegen. Ausschlaggebend ist, dass daraus eine Steuerkürzung oder ein Steuervorteil eingetreten ist. Nur bei Vorsatz ist eine Steuerhinterziehung strafbar. Dennoch sind bereits der Versuch und auch die Beihilfe strafbar.

Steuerhinterziehungen können zu einer Geld- und Freiheitsstrafe führen. Strafbefreiung kann der gibt es nur, wenn die Steuerhinterziehung weniger als 50.000 Euro beträgt. In diesen Fällen erfolgt eine Nachzahlung der unterschlagenen Steuer plus 6 % Hinterziehungszinsen. Beträgt die Steuerhinterziehung mehr als 50.000 Euro, droht eine Freiheitsstrafe. Die Freiheitsstrafe kann abgewendet werden, wenn zur Steuernachzahlung plus Zinszahlung und zusätzlich 5 Prozent Zusatzleistung erbracht werden.

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