Insolvent sind Sie, wenn sie…

  • Ihre Schulden in absehbarer Zeit nicht zurückzahlen können und somit überschuldet sind

ODER

  • Sie zahlungsunfähig sind, also kein Geld mehr zur Verfügung haben und auch keine Möglichkeit, mehr Geld von ihrem Konto abzuheben oder zu überweisen.

Klingt als wäre es dasselbe? In der Konsequenz der Insolvenz ja, aber sie können trotz Überschuldung noch zahlungsfähig sein, indem Sie z. B. ihre Schulden noch vergrößern. Gleichzeitig können Sie theoretisch auch zahlungsunfähig sein, obwohl sie keine großen Schulden haben – einfach indem Sie keinen Dispo besitzen, den sie ausreizen könnten.

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Regelinsolvenz

Den direkten Weg in die Insolvenz können Sie nur gehen, wenn Sie selbständig bzw. Geschäftsführer oder Inhaber eines Unternehmens sind. Dann gehören Sie zur Personengruppe, die in eine Regelinsolvenz müssen. Unter die Regelinsolvenz fällt darüber hinaus auch die klassische Firmeninsolvenz. Bei der Regelinsolvenz sieht das Insolvenzrecht vor, dass Sie sofort einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens stellen können.

Verbraucherinsolvenz

Privatpersonen (natürliche Personen) oder Selbständige mit überschaubaren Vermögensverhältnissen können eine Verbraucherinsolvenz (Privatinsolvenz) anmelden. Damit das Insolvenzverfahren eröffnet werden kann, ist das Scheitern einer außergerichtlichen Schuldenregulierung notwendig.

Insolvenz lässt sich vermeiden

Eine außergerichtliche Einigung mit seinen Gläubigern ist die angenehmste und günstigste Lösung für jeden Schuldner! Bevor Sie in die Insolvenz gehen, sollten zuerst allen anderen Optionen geprüft sein.

Abgesehen von den einfachen Haushaltstipps wie „einfach kein Geld ausgeben, das man nicht hat“, liegt die Sache mit der Insolvenz natürlich etwas komplizierter. Durch reines Sparen lässt sich da oft nichts mehr zurechtrücken, das Kind ist – wie das Sprichwort sagt – bereits in den Brunnen gefallen. Dennoch lässt sich die Insolvenz trotz Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung noch abwenden.

Der außergerichtliche Schuldenvergleich

Die Betonung bei dieser Lösung liegt auf „außergerichtlich“. Wir versuchen also mit Ihren Gläubigern eine Schuldenbegleichung ohne eine gerichtliches Verfahren zu erreichen. Das geschieht unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Wir sichten dabei Ihre Unterlagen, kontaktieren Ihre Gläubiger und erstellen eine detaillierte Übersicht Ihrer Schulden. Zusätzlich informieren wir die Gläubiger über Ihren Wunsch einer außergerichtlichen Einigung und das Vermeiden eines Insolvenzverfahrens. Wenn die Kontaktaufnahme vielversprechend verläuft, erarbeiten wir einen Schuldenbereinigungsplan und verhandeln anschließend darüber mit Ihren Gläubigern. Wir achten natürlich darauf, dass Ihnen genug zum Leben bleibt und Sie sich die monatlichen Raten auch leisten können.

Höchstwahrscheinlich werden nicht alle Gläubiger der außergerichtlichen Schuldenbereinigung zustimmen – wir werden weiter Überzeugungsarbeit leisten, damit Sie es auch ohne Privatinsolvenz aus den Schulden schaffen.

Nicht nur für Privatpersonen, auch für Firmen hat der Schuldenvergleich erhebliche Vorteile: Sie sparen einerseits Kosten für ein Insolvenzverfahren, Gläubiger könne auf einen erheblichen Teil Ihrer Schulden verzichten UND die gesamte Abwicklung erfolgt unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Ein Risiko bleibt immer: alle Gläubiger müssen dem außergerichtlichen Verfahren zustimmen, ansonsten platzt der gesamte Schuldenvergleich. Außerdem müssen sie alle Vergleichsraten pünktlich zahlen – auch das kann einigen Schuldnern Probleme bereiten.

Was passiert, wenn nicht alle Gläubiger dem außergerichtlichen Schuldenvergleich zustimmen?

Dann bleibt nur der Weg in die Insolvenz: Regelinsolvenz, Privatinsolvenz oder Firmeninsolvenz.

Egal, wie der Vergleich ausgehen sollte: wir von der Kanzlei Uhlemann setzen uns für Sie ein! Kontaktieren Sie uns jetzt!